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Menschenwürde im Münsterland

18.03.2021. Pfarrer Kossen berichtet an diesem Abend über Hintergründe und Erfahrungen mit menschenunwürdigen Arbeitsverhältnissen im Münsterland und über den Weg zur Vereinsgründung

Osteuropäische Werkvertragsarbeiter in der Fleischindustrie sind oft nicht persönlich bekannt: Sie leben unter uns und sind doch Bürger einer dunklen Parallelwelt, eine große anonyme Gruppe, eine "Geisterarmee": Arbeitskräfte ohne Gesicht, ohne Namen und Geschichte. So werden sie ohne Aufsehen und ohne schlechtes Gewissen ausgebeutet, betrogen und gedemütigt. Der vom Lengericher Pfarrer Peter Kossen ins Leben gerufene Verein "Aktion Würde und Gerechtigkeit" will durch ein Netzwerk von Juristen und juristisch geschulten Ehrenamtlichen den Rechtsweg für Arbeitsmigrant*innen leichter zugänglich machen. Die oft prekäre und menschenunwürdige Lebens- und Arbeitssituation von Arbeitsmigrant*innen  wird öffentlich gemacht und juristisch aufgearbeitet, um diesen Menschen ein (Arbeits-)Leben in Würde und Gerechtigkeit zu ermöglichen sowie ihre Integration und jene ihrer Familien zu unterstützen.

Seit sich an mehreren Standorten, unter anderem in einer Großschlachterei in Coesfeld, mehrere hundert Leiharbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben, ist das Thema deutschlandweit in den Fokus gerückt.

Das Haus der Familie hatte die Situation der Arbeitsmigranten und das damit verbundene Engagement von Pfarrer Kossen schon weit vor der Corona-Pandemie im Blick. Im Mai sollte Kossen in unserem Hause bereits zu Gast sein und über die Hintergründe und Erfahrungen mit menschenunwürdigen Arbeitsverhältnissen im Münsterland berichten. Aufgrund der Pandemie musste der Vortrag leider entfallen. Ein Nachholtermin steht jedoch schon fest: Am Donnerstag, 18. März 2021 wird Pfarrer Kossen nach Warendorf kommen.

Termin: 18. März 2021
Uhrzeit: 19.30 bis 21.00 Uhr
Leitung: Pfarrer Peter Kossen, Katholische Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen, Lengerich
Der Eintritt ist frei.